| Am Sonntag gegen 22 Uhr setzte die
Geburt ein. Leider ging nicht alles wie erhofft ohne Komplikationen von
statten. Whoppy war sehr unruhig, ging ständig zur Pippibox und suchte
immer wieder nach einem Versteck. Gegen 0:30 Uhr konnte ich sie endlich
überreden in die Wurfkiste zu klettern. Sie hatte Schmerzen und
hechelte. Wir warteten vergebens auf Presswehen. Nach einer halben
Stunde wollte sie wieder zum Klo und da sah ich bereits die erste braune
Fruchtblase. Das Baby steckte fest und es kam keine einzige Presswehe.
Vorsichtig schob ich die Blase wieder zurück. Verdammt was sollte ich
machen. Mein TA hatte mir für den Notfall seine Nummer gegeben, es hatte
keinen Zweck um 1:30 entschloss ich mich ihn anzurufen. Leider ging keiner ans
Telefon und ich hatte ihm wirklich vertraut. Deshalb musste ich erst im
Telefonbuch suchen und rief schließlich in der Tierklinik in
Schwarzenbach Saale an. Dort war auf dem AB eine Notfallnummer. Endlich
konnte ich einen Notdienst erreichen. Wir packten Whoppy in die
Transportbox, nahmen unsere Geburtsutensilien, ein Wärmekissen und ein
zweite Box mit. Um halb drei waren wir in der Klinik und wurden schon
erwartet. Es ging alles wie am Schnürchen. Whoppy wurde als erstes
geröntgt. Sie hatte 6 Kitten in ihrem Bauch, aber sie lagen regelrecht.
Danach wurde eine Ultraschalluntersuchung gemacht. Allen Babys ging es
zum Glück noch gut. Whoppy bekam eine Wehenspritze. Ca um 3:00 Uhr kam
das erste Baby zur Welt. Ein blaues Mädchen. Es schien ihn gut zu gehen.
Whoppy putzte es ordentlich und fraß die Nachgeburt. Wir packten
zusammen und fuhren Heim. Baby Nummer zwei kam unterwegs im Auto zur
Welt. Endlich zu Hause bekam unsere Katze ihre weiteren vier Welpen ohne
Probleme. Gegen 6:00 Uhr lagen dann alle friedlich bei ihrer Mama und
saugten. Wir waren ziemlich am Ende. Mein Mann musste zur Arbeit. Ich
brachte die Kinder zur Schule, dann brauchte ich bringend eine Auszeit.
Als ich gegen 10:30 Uhr wieder in die Wurfkiste schaute musste ich
traurig feststellen, dass das erste blaue Mädchen doch nicht mehr die
Kraft hatte zu leben. Ich nahm sie aus der Wurfkiste, Whoopy war es egal
und mir war klar, hier kann nichts mehr helfen. Wir haben die Kleine am
Nachmittag in unserem Garten begraben. Hätte mein TA gesagt ich soll
mich im Notfall gleich an die Tierklinik wenden, hätten wir viel Zeit
gespart und vielleicht wäre es für die Kleine gut ausgegangen.
Nun dürfen wir uns trotzdem über
fünf blaue Fellkugeln freuen und ich hoffe sehr, sie werden gesund und
munter groß, wie Whoopy`s Kinder vom A-Wurf.
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